Rabindranath Tagore on art, music, painting and dance

Rabindranath Tagore sketched by Dutch artist Martin Monnickendam during a lecture tour in September 1920 © Stadsarchief Amsterdam

The creation of art, music, painting and dance elevates man from a mere being to a personal man. The personality of man, according to Tagore, is “conscious of its inexhaustible abundance; it has the paradox in it that it is more than itself; it is more than as it is seen, as it is known, as it is used. And this consciousness of the infinite, in the personal man, ever strives to make its expressions immortal and to make the whole world its own.”

Rabindranath Tagore, Personality, 362.
Personality, in The English Writings of Rabindranath Tagore, vol. 2, ed. by Sisir Kumar Das (New Delhi: Sahitya Akademi, 2008).
Source: © 2012 Arup Jyoti Sarma http://www.kritike.org/journal/issue_11/sarma_june2012.pdf
Accessed 21 April 2015

More on and by Rabindranath Tagore >>

Listen to Tagore: Unlocking Cages: Sunil Khilnani tells the story of the Bengali writer and thinker Rabindranath Tagore: https://bbc.in/1KVh4Cf >>
The acclaimed BBC 4 podcast series titled Incarnations: India in 50 Lives has also been published in book form (Allen Lane).

“I was moved by how many of these lives pose challenges to the Indian present,” he writes, “and remind us of future possibilities that are in danger of being closed off.”1

  1. Sunil Khilnani quoted in a review by William Dalrymple in The Guardian, 14 March 2016[]

Video | Vocalist Manickam Yogeswaran at the Global Music Academy in Berlin

Manickam Yogeswaram is teaching South Indian Carnatic singing at the Global Music Academy in Berlin.  Stop by or sign up here >>

Address Bergmannstr. 29 |  10961 Berlin | Germany | www.global-music-academy.net

More about Manickam Yogeswaram | Review >>

Yogeswaran’s music is steeped in the Temple traditions of South India.

He is a disciple of Padmabushan Sangitha Kalanidhi Sri T V Gopalakrishnan.

Yogeswaran performs worldwide: from traditional “Carnatic” formats (accompanied by violin, mirdangam, kanjira and tambura) to orchestras just as in musicals and in the context of Western contemporary music.

As noted by Indian and Western reviewers, his concerts are marked by a rear blend of creativity, virtuosity and high emotive quality.

He was the first ever Tamil voice in Hollywood.

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Die Bambusquerflöte

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Text: Ludwig Pesch | Art: Arun V.C.

Mythen, Abbildungen und eine Abhandlung über das Musiktheater aus der indischen Antike vermitteln einen Eindruck von der Beliebtheit der Flöte. So wissen wir, dass sie schon lange als vollwertiges Musikinstrument eingesetzt wird. Je nach Region wird sie anders bezeichnet, beispielsweise als Kuzhal im tamilischen Süden (“zh” wie englisches “r” in “write”); und als Bānsurī im Norden Indiens. In Gedichten, Liedern, Tänzen und Filmen finden sich auch Bezeichnungen wie Vēnu und Muralī, womit zugleich auf Krishna, den ‘dunkelhäutigen’ Hirten und Flötenspieler, verwiesen wird.

Manche Sanskrit- und Tamil-Dichtungen legen eine Symbiose nahe, die wohl immer wieder aufs Neue entsteht: sie erzählen von Hummeln, die ihre Nester im Bambusdickicht bauen. Der Bergwind bringt später die Halme zum Klingen, einer Äolsharfe gleich, zur Freude himmlischer Wesen. Interessanterweise entsprechen solche Löcher tatsächlich denen heutiger Bambusflöten.

Die fein abgestuften Melodien vieler Vogelarten inspirieren naturverbundene Menschen zum Verfeinern ihres Flötenspiels.

So überrascht es kaum, dass Pannalal Ghosh, der Pionier der hindustanischen Flötenmusik, in seiner Jugend von Musikern des nordöstlichen Santal-Volks beeinflusst wurde.

Bei Rabindranath Tagore (1861-1941), dessen Santiniketan genannte Schule inmitten von Santal-Dörfern liegt, begegnen wir dem Unendlichen Wesen als Flötenspieler: Die ‘Musik der Schönheit und Liebe’ lockt uns aus der selbstbezogenen Beschränkung heraus.*

Hier stellt sich der Dichter, Pädagoge und einflussreiche Gelehrte in eine lange Tradition, die sprachliche und religiöse Barrieren mit Hilfe der Musik zu überwinden sucht. So lässt er uns die Rolle der Bambusflöte als “demokratischstes” aller Musikinstrumente erahnen.

* Quelle: ‘Meine Erinnerungen an Einstein’ (1931)
in Das Goldene Boot, Winkler Weltliteratur, Blaue Reihe (2005)


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Ludwig Pesch spezialisierte sich auf die südindische Bambusquerflöte, als er am  Kalakshetra College bei Ramachandra Shastry studierte. Gemeinsam mit ihm konzertierte er bei zahlreichen Anlässen. Für deutsche Universitäten entwickelte er e-Learning Kursangebote für Teilnehmer aus der ganzen Welt.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern (HKB) erforschte er den gemeinsamen Nenner, welcher der Lehr-, Aufführungs- und Interpretationspraxis Südindiens zugrunde liegt: Sam, Sammlung, Zusammen! Stimmen und Hände im Umfeld des traditionellen indischen (Tanz-) Theaters.

Er hat ein Handbuch verfasst (The Oxford Illustrated Companion to South Indian Classical Music) und arbeitet an Programmen, die Elemente aus der indischen Musik dem pädagogischen Alltag erschließen.

Bambusquerflöte & Tambura (Konzert mit Workshop) – Deutsch-Indische Gesellschaft

Ludwig Pesch (Bambusquerflöte) & Arnulf Merckens (Tambura)

Datum: Di 8. April 2014 (19:00)

Ort: Kulturzentrum KoKi (Pumpe) Raum 1, Haßstraße 22, 24103 Kiel – Anfahrt

Veranstalter: Deutsch-Indische Gesellschaft Kiel e.V. – digkiel@googlemail.com

Die Musiker

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Ludwig Pesch (1955) spezialisierte sich auf die südindische Bambusquerflöte, als er am  Kalakshetra College bei Ramachandra Shastry (1906-92) studierte. Gemeinsam mit ihm konzertierte er bei zahlreichen Anlässen.

In Zusammenarbeit mit den Universitäten von Lüneburg und Würzburg entwickelte er e-Learning Angebote. Er verfasste das Handbuch The Oxford Illustrated Companion to South Indian Classical Music und gestaltet Programme, bei denen Gestaltungselemente aus der indischen Musik für den pädagogischen Alltag nutzbar gemacht werden. 

Arnulf Merckens (1952) ist ein Schüler des Sitar-Spielers Ashraf Sharif Khan aus Lahore. Von 2000 bis 2007 erlernte er zunächst das Tambura- und Tablaspielen. Ab 2003 erhielt er auch Sitar- und Urdu-Unterricht von ihm. Er hat seinen Lehrer mehrfach bei Konzerten auf der Tambura begleitet.

Programm

In ihrem einstündigen Konzert präsentieren die Musiker eine Auswahl karnatischer Ragas und Kompositionen.

Anschließend bieten sie ihren Zuhörern die Gelegenheit zum informellen Austausch. Neben Fragen zum Konzert besteht die Möglichkeit, die Tambura auch selbst zu spielen sowie rhythmische Silben und die für Talas gebräuchlichen Finger- und Handgesten auszuprobieren.

Die Teilnahme am Workshop erfordert keinerlei Vorkenntnisse und ist für alle Altersgruppen geeignet.

Flute sculpture in Somnathpur (Karnataka) – Photo © Ludwig Pesch
Flute sculpture in Somnathpur (Karnataka) – Photo © Ludwig Pesch

Karnatische Musik

Südindien ist für seine melodische Musik und mitreißenden Rhythmen bekannt. Eine Musiklehre und auch die dort gebräuchliche Art des Musizierens lassen sich bis in das Altertum zurückverfolgen. Seither haben Maler, Bildhauer und die Autoren der klassischen Tamil- und Sanskritliteraturen gerne das Musizieren mit Instrumenten dargestellt. Gesang- und Instrumentalrepertoire sind so zu einem Ganzen verschmolzen.

Eine vergleichbare Auffassung liegt dem schöpferische Mitgestalten zugrunde. Musikschaffende, Amateurmusiker wie Musikliebhaber nehmen daran auch im “Internet-Zeitalter” teil – vielleicht mehr denn je.

Artikel zur südindischen Musik und ihrer Vermittlung