De tambura

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Het belangrijkste begeleidingsinstrument van India – ook bekend als tanpura – sierde de salons van vorsten, kooplieden en courtisanes lang voordat het ruim een eeuw geleden zijn intocht deed in het openbare concertleven. Zijn huidige vorm, meestal met vier snaren, is sinds de zeventiende eeuw bekend. Het verenigt in zich kenmerken van de Indiase citer (vina of bin) met die van de langhals-luit. Van gelijkvormige instrumenten uit aangrenzende regio’s onderscheidt het zich zowel door haar functie als door de wijze van bespelen: waarschijnlijk al vanaf de dertiende eeuw gebruiken Indiase musici namelijk de grondtoon ‘Sa’. Deze wordt vrij gekozen overeenkomstig de stem van de zanger of het stemregister van het solo-instrument. Als steuntoon (bourdon) vormt hij het uitgangspunt voor melodische vormen, die men als raga (kleurschakering) aanduidt. Een rijke schat van zeer uiteenlopende raga’s maakt het zowel componisten als musici mogelijk elke denkbare stemming (rasa) uit de drukken

Tekst: Ludwig Pesch | Vertaling: Mieke Beumer | Art: V.C. Arun

Luister naar de klank van de tambura; hier bespeeld door Ludwig Pesch

Foto van het instrument waarmee dit geluidsfragment is opgenomen

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Foto: Martin spaink

The tambura (tanpura)

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Text: Ludwig Pesch | Art: Arun V.C.

The tambura – also known as tanpura – has long served as India’s most important accompaniment. It accompanies vocal and instrumental performers as well as dance musicians. It has embellished the salons of nobles, merchants and courtisans long before its arrival on the modern concert stage.

Its present form with four strings has been known since the 17th century. It combines the properties of two types of instruments, namely the ancient zither (veena or been) and the present long-necked lute (Sarasvati veena, sitar). Its function and manner of playing distinguishes the tambura from similar instruments used in neighbouring countries. This is because Indian musicians have used a fundamental note since about the 13th century.

Hundreds of melody types – known as raga (lit.’colours’) – have since been created, rediscovered and analysed. They all arise from a fundamental note, known as ‘sadja’, which is articulated as ‘Sa’ during a lesson or vocal performance.

The fundamental note is continuously sounded as the tambura’s ‘supporting’ or ‘base’ note (the bourdon or drone of western music). It is freely chosen in accordance with the vocal or instrumental range of the main performer.

With these basic elements composers, musicians and dancers are able to evoke any conceivable mood or aesthetic experience (rasa). This requires no more than a few additional notes, usually arranged in a particular sequence by which they are readily recognised by discerning listeners. The notes heard in any given raga are drawn from among the proverbial ‘seven notes’ (saptasvara). A competent musician also knows which notes need to be modified by means of embellishments (gamaka) and subtle shades achieved by intonation (sruti).

Listen to the tambura played by Ludwig Pesch

Photo of the instrument heard in the present music example

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Photo: Martin spaink

Die Tambura

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Text: Ludwig Pesch | Art: V.C. Arun

Das wichtigste Begleitinstrument Indiens zierte die Salons von Fürsten, Kaufleuten und Kurtisanen. Seit dem frühen 20. Jahrhundert beflügelt der Klangreichtum gerade dieses Instruments die Fantasie eines neu entstehenden Konzertpublikums. Seither ist die aktive Teilnahme von Rasika genannten Musikliebhabern nicht mehr aus dem Musikleben Indiens wegzudenken.

Die Tambura (Tānpūra in Nordindien) hat meist vier Saiten. Ihre heutige Form ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt und vereinigt Merkmale der indischen Zither (Vīnā oder Bīn) mit denen der Langhalslaute.

Von ähnlichen Instrumenten benachbarter Regionen (Tanbur) unterscheidet es sich sowohl durch seine Funktion als durch seine Spielweise. Spätestens seit dem 13. Jahrhundert bedienen indische Musiker sich nämlich eines Grundtons “Sa”, den sie – je nach Stimmlage oder Soloinstrument – frei wählen können.

Als Halteton (Bordun) bildet “Sa” den Ausgangspunkt für melodische Gestalten, die man mit “Färbung des Geistes” (Rāga), also Gefühlsausdruck, bezeichnet. Ein reicher Fundus recht unterschiedlicher Ragas ermöglicht es, jede nur denkbare Stimmung (Rasa) auszudrücken. 

Auf dieser scheinbar einfachen Grundlage entwickelten sich 72 Tonleitern als Orientierung für Komponisten, Musiker und Tänzer. Zudem schafft die Tambura ein geeignetes Umfeld, in dem der musikalische und poetische Ausdruck vieler Epochen und Kulturen zu einem Ganzen zusammenwachsen – und doch immer persönlich – bleiben konnte.

Hörbeispiel: Tambura gespielt von Ludwig Pesch

Foto des Instruments im Hörbeispiel

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Foto: Martin spaink

Yves Rousguisto playing a newly made « galoubet » (flute Provençale)

After making and tuning this beautiful reed flute within about half an hour, Yves Rousguisto plays it to demonstrate its fingering.

More information about musician, musicologist, teacher and instrument maker Yves Rousguisto is found on his homepage and social media account:
http://yves.rousguisto.pagesperso-orange.fr
https://www.facebook.com/yves.rousguisto
Video taken in Vence on 15 June 2019 by Ludwig Pesch (recipient of this delightful instrument)

More about this instrument and similar flutes:
https://fr.wikipedia.org/wiki/Galoubet
Le galoubet by Patrick le Provençal (Patrick ROUGEOT):

C’est un instrument que l’on retrouve dans de nombreux pays depuis le moyen âge (Espagne, Italie, Pays-Bas, Autriche, Allemagne, Irlande, …) mais le terme galoubet date de 1723. Le modèle le plus utilisé en Provence est celui en Si naturel appelé “ton de St Barnabé”.

Cette flûte à bec percée de trois trous (deux dessus et un dessous) permet le jeu de la seule main gauche tandis que la main droite peut frapper le tambourin. Malgré le nombre réduit de trous, le galoubet peut couvrir une douzième, c’est-à-dire un octave et demi. En faisant varier l’intensité du souffle, on peut obtenir plusieurs notes avec un même doigté. La longueur totale d’un galoubet dans le ton de St Barnabé est d’environ 36 cm.

Les bois les plus utilisés pour la fabrication des galoubets sont l’Ebène, le Buis, la Palissandre et l’Olivier.

Source: https://locepon.pagesperso-orange.fr/instruments/instruments.htm

“Eine kleine Weltmusik: die Musik der Santal” in Klangkörper. Saiteninstrumente aus Indien – Rezension in ASIEN 139

Johannes Beltz; Marie Eve Celio-Scheurer (Hgg.): Klangkörper. Saiteninstrumente aus Indien.
Zürich: Museum Rietberg, 2015. 81 S., 23 EUR | Zur Ausstellung in Indien und über die Englische AusgabeCadence and Counterpoint, Documenting Santal Musical Traditions by Johannes Beltz, Ruchira Ghose and Maria-Eve Celio-Scheurer (eds.) >>

Eine einzigartige Würdigung der visuellen Attraktivität und künstlerischen Qualität der Musikinstrumente der Santal in Indien. Mit einem Text von Bengt Fosshag über seine Passion als Sammler dieser Instrumente und einem kurzen Essay von Ludwig Pesch zur Musik der Santal.

ASIEN 139 (April 2016) in print – Rezension von Heinz Werner Wessler (Professor für Indologie an der Universität Uppsala, Schweden) , S. 138-139 | Mehr über den Rezensenten | LinkedIn >>

Der Band ist Ausstellungskatalog (Ausstellung „Klang/Körper“ im Musum Rietberg), Nachschlagewerk und zugleich ein Beitrag zur Erforschung der Saiteninstrumente der indischen Adivasis (Ureinwohner), insbesondere der im östlichen Indien ansässigen Santals. Die hier dokumentierten Instrumente, die zum größten Teil auf eine aktuelle Schenkung an das Museum Rietberg zurückgehen (einige wenige Exemplare wurden vom Rietberg-Kreis aus der Sammlung Fosshag angekauft), wurden im berühmten Zürcher Museum für asiatische Kunst zum ersten Mal ausgestellt und hier im Rahmen des vorliegenden Kataloges dokumentiert.

Die Sammlung geht zurück auf den Designer und Illustrator Bengt Fosshag, der über viele Jahre Indien bereiste und dabei über Jahrzehnte diese einzigartige Sammlung aufbaute. Dies in einer Zeit, in der lokale Traditionen mehr und mehr gefährdet sind und untergehen, wie das auch mit den Musikinstrumenten der Santals und ihrer Musik der Fall ist (vgl. den Beitrag „Eine Instrumentensammlung für ein Kunstmuseum“ von Johannes Beltz).

Das Museum, das als ein Ort für asiatische hohe Kunst eingerichtet wurde, öffnet sich mit der Annahme der Sammlung damit weiter in Richtung Volks- und Stammeskunst. Ursprünglich hatte sich das berühmte Museum Rietberg vor allem als V ermittler und Bewahrer der klassischen hochkulturellen Kunsttraditionen Indiens etabliert. Das Anliegen, klassische Kunstwerke aus Südasien als Exponate der Weltkunst zu etablieren, hat sich durchgesetzt. Inzwischen gibt es andere Prioritäten, die zu programmatischen Annäherungen zwischen der Weltkunst gewidmeten Museen und den modernen Völkerkundemuseen führten.

Ludwig Pesch macht in seinem Beitrag „Eine kleine Weltmusik: die Musik der Santal“ deutlich, dass die Santal und ihre Musik einerseits völlig eigenständig sind, andererseits aber in einem „Dialog im Flüsterton“ ihren Einfluss auf die indische Moderne hatten, vor allem über Rabindranath Tagore (1861–1941), der seine berühmte Universität Vishvabharati in Santal-Gebiet gründete. In diesem Sinn versteht sich der Katalog, wie Johannes Beltz schreibt, als „ eine spielerische, poetische Annäherung an die Instrumente“ (S.31) als „Klang/Körper“, das heißt als Klang erzeugende Kunstwerke der Santals.

Die Sammlung Fosshag besteht aus 92 Instrumenten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, fast alles Streichinstrumente, deren Saiten entweder mit einem Bogen gestrichen oder gezupft werden. Ihr Formsprache nimmt die Körperteile des menschlichen Körpers auf, so auch in der Bezeichnung der einzelnen Teile des Instruments in der Santal-Sprache. Auch die ornamentalen V erzierungen sind meistens anthropomorph. Leider sind die Instrumentenbauer und ihre konkrete Herkunft bisher weitgehend unbekannt.

Der kleine Band enthält außerdem einige der von Martin Kämpchen in deutscher Übersetzung herausgegebenen Lieder der Santal sowie hochaufgelöste Bilder aller Instrumente der Sammlung.

Heinz Werner Wessler

No complacency in the search for creativity: Manickam Yogeswaran (The Hindu)

Review by Garimella Subramaniam, The Hindu, January 05, 2017 | Read the full review >>

“The many dimensions of the musical persona of Berlin-based Manickam Yogeswaran of Sri Lankan origin are not easy to fathom just from hearing him sing at one recital. […]

However, a conversation over coffee at Chamiers, days after a performance for Tamil Isai Sangam at Raja Annamalai Mandram, gave a glimpse of the different facets of the disciple of T.V. Gopalakrishnan and his exposure to Hollywood. […]

Yogeswaran’s forays into western classical ensembles, and his key role in global music forums for nearly three decades is a career graph, perhaps, typical of the wider scene in the performing arts these days. At the same time, it is the emotional need to stay anchored to the cultural milieu of one’s roots that probably explains Yogeswaran’s crucial engagement with Carnatic music. […] The challenge now, he says, is to nudge current generation of South Asians from a false sense of security about the future of this traditional art form. The conveniences afforded by technology, in terms of access to the treasure trove of recordings of great masters, ought not to breed complacency in the search for creativity, he argues. The key lies in continued reliance on the rigours of relentless individual ‘sadhana,’ a hallmark of classical music.”

http://www.thehindu.com/entertainment/music/Revelling-in-his-classical-roots/article16992760.ece

India Inspiration – Tropenmuseum Amsterdam

For ten years this exhibition celebrated the sources of inspiration shared by Indian and Western artists; and at the same time, it traced the role of migrants from India via Surinam through songs, memorabilia, and documentary film footage.

Concept and research: Ludwig Pesch (www.aiume.org) in collaboration with museum staff and Architectenbureau Jowa (www.jowa.nl).

Photographs © Ludwig Pesch

This exhibition was one of the five themes in the exhibition “Round and About India”: Wanderings

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Storytellers and actors brought their stories to every corner of India. Today their narrative boxes, scrolls and performances are increasingly being replaced by modern mediums, but they have not yet disappeared.

India is a country of stories and storytellers. Opportunities abound in the exhibition Round and About India to watch and listen to narratives about people, ideas and objects. Every item has a tale, every person has something to tell. Whether it is festivals and processions, commerce and history, gods and heroes, pilgrimages and wanderings.

In this exhibition these stories are the central features of performances in dance, theatre and music.

On display until 2017

Visit the Tropenmuseum

This museum is one of Amsterdam hidden treasures. Located off city centre in a beautiful old building in East Amsterdam (Amsterdam Oost), Tropenmuseum often remains forgotten, like an old collection of post stamps. However, if you are interested in other cultures, other countries and distant lands – do no miss it.

Amsterdam Tropenmuseum exhibit is modern, fascinating on many levels and inspiring. […] Modern and intelligent presentation makes the visit pleasant to a larger public, including children. | More information: www.amsterdam.info/museums/tropenmuseum

Some notes on Rabindranath Tagore and his role in fostering “sympathy of the East and West” during his visit to The Netherlands in fall 1920

In his poetry, for which he received the Nobel Prize for Literature as Asia’s first awardee in 1913, Tagore uses musical instruments as metaphors for self-realization and transcendence; notably the vina (or “veena”, often translated as “harp”) and the flute. In a letter to Frederik van Eeden, his Dutch translator, he wrote:

“Very often I think and feel that I am like a flute – the flute that cannot talk but when the breath is upon it, can sing. I am sure you have seen me in my book and I shall never be able to make myself seen to you when we meet; for the body of the lamp is dark, it has no expression, only its flame has the language.” (signed in London, 9 August 1913) [1]

This recurring motif may excuse the amusing blunder by a cartoon character (the alter ego of the museum’s former Curator for South Asia), who hails Tagore as “India’s greatest flautist”! [2]

In an earlier letter to Van Eeden, written seven years before visiting the Netherlands, Tagore wrote:

“Still I cannot deny that this award of the Nobel Prize has been a great thing. It is the handshake of sympathy of the East and West across the water – it has proclaimed the oneness of humanity.” (signed in Shanti Niketan, 12 December 1913) [1]

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Rabindranath Tagore in Amsterdam (Vrije Gemeente 1920) © Spaarnestad Photo – click on the photo for more details and to zoom in

In 1920 Tagore spoke before packed houses including the “free congregation”: the humanistic and cosmopolitan “Vrije Gemeente” whose highly placed members had built a magnificent church at the Weteringschans in Amsterdam. (It now houses Amsterdam’s prime pop venue, known as “Paradiso”.)

Tagore’s lecture tour made a lasting impression on countless listeners:
“Rabindranath Tagore (1861-1941) and the Dutch writer, psychiatrist and Utopist Frederik van Eeden (1860-1932) exchanged correspondence between 1913 and 1928, and met in Amsterdam in 1920. When Van Eeden discovered Tagore’s poetry in 1913, he experienced a feeling of profound recognition and went on to translate a considerable amount of Tagore’s poetic work into Dutch, starting with Gitanjali [Wijzangen]. Van Eeden’s translations became very popular in the Netherlands, also among composers.” [3]

Van Eeden’s father (the elder Frederick van Eeden) was in fact the co-founder of what later became the Tropenmuseum, established as the “Colonial Museum” in nearby Haarlem in 1864. The grand building in Amsterdam dates from 1923. [4]

 

[1] Learn more about Rabindranath Tagore (1861-1941), Frederik van Eeden (1860-1932) and the spread of Tagore’s educational ideas through Noto Soeroto in “Tagore in The Netherlands” by Liesbeth Meyer:
www.parabaas.com/rabindranath/articles/pMeyer.html
(visited 14 March 2016)

Tagore with tambura - Sangeet Natak Centenary Number (New Delhi 1961)
“As Blind Minstrel in Phalguni” by Abanindranath Tagore (detail); title page, Sangeet Natak Centenary Number (New Delhi 1961)

[2] For the record: it is a well known fact that Tagore did not play any musical instrument other than the drone:

“I practiced my songs with my tamburā resting on my shoulder.” (My Boyhood Days, p. 38, Calcutta: Visva-Bharati 1997).

Later he was depicted as playing a similar string instrument, namely as a participant in his own music dramas (see the detail from Abanindranath Tagore’s painting reproduced here). So if you visit the exhibition and watch its audiovisual contents, kindly ignore this blunder by an over-enthusiastic museum team member. Here you may enjoy the rare and instructive media contents supplied by many contributors including the Embassy of India in The Hague.

[3] More information is found in the English Abstract by Rokus de Groot for his article titled “Van Eeden en Tagore. Ethiek en muziek” in Tijdschrift van de Koninklijke Vereniging voor Nederlandse Muziekgeschiedenis, D. 49ste, Afl. 2de (1999), pp. 98-147. The  abstract and article (in Dutch) are found here:
www.jstor.org

[4] In 1923 the building on the corner of Mauritskade and Linnaeusstraat was completed and the collections from Haarlem could be moved to Amsterdam. On 9 October 1926 Queen Wilhelmina officially opened the new Colonial Institute. The history of the Tropenmuseum is outlined here (in English):
www.geheugenvannederland.nl/?/en/instellingen/tropenmuseum

Tip

Listen to “Tagore: Unlocking Cages” from the series of podcasts by BBC 4 titled “Incarnations: India in 50 Lives”. Sunil Khilnani tells the story of the Bengali writer and thinker Rabindranath Tagore. The series is found here: http://bbc.in/1KVh4Cf

The bamboo flute of South India

Flute_Arun_sculpture_Arun_300webText: Ludwig Pesch | Art: Arun V.C.

The flute has played a key role in India’s artistic life since antiquity. This is evident from writings on dance-drama, mythology, sculptures and paintings. Its playing technique must have been highly developed for a very long time. Different names are used for it, for instance kuzhal (pronounced like “kulal” or “kural”) in Tamil speaking regions; and bansuri in northern India. In poetry, song lyrics, classical dance items and films, words like venu and murali evoke its association with Krishna, the ‘dark skinned’ cowherd and flute player.

Early Tamil and Sanskrit poets describe the creation of the original bamboo flute. This did not even require any human intervention: it is an easily observed fact that bumble bees make holes in bamboo stems (Sanskrit vamsha) for their nests. These openings later invite the wind to create ever changing tunes in bamboo groves like those found in some parts of the Western Ghats. Here, and in the hills of North-East India, grow the varieties of bamboo preferred by flute makers.

The nest holes made by some insects have indeed the same size as the blowing and finger holes still seen in most bamboo flutes. Any human being living close to nature is bound to be inspired by such phenomena while making music, dancing or telling stories. As expressed in song lyrics, these sounds are remembered as enchanting experiences and therefore regarded as a gift from heaven. Listening to the nuances of bird song has further contributed to a musical symbiosis that emerges time again in different places. The symbolism associated with the seven notes – and also the rāgas derived from them – still echoes such deeply rooted sentiments.

It hardly surprises, therefore, that Pannalal Ghosh, the pioneer of Hindustani flute music, was influenced by tribal musicians belonging to the Santal people.

Rabindranath Tagore (1861-1941), India’s first Nobel laureate, established his Santiniketan school and Viswa-Bharati University amidst Santal villages. He compares the infinite Being to a flute player whose ‘music of beauty and love helps us to transcend our egotistic preoccupations’.*

The world famous poet, composer, pedagogue, painter and scholar is part of a tradition wherein barriers such as language and faith are best overcome with the help of music. His poetry also reminds us of the fact that the flute is the most ‘democratic’ of all instruments. * Source: My memories of Einstein (German ed. ’Meine Erinnerungen an Einstein’, 1931) in Das Goldene Boot, Winkler Weltliteratur, Blaue Reihe (2005) – WorldCat.org >>

L Pesch fluteLudwig Pesch specialized in the Carnatic bamboo flute at Kalakshetra College under the guidance of Ramachandra Shastry (1906-1992) whom he accompanied on many occasions. More>>

De bamboe dwarsfluit

Flute_Arun_sculpture_Arun_300webTekst: Ludwig Pesch | Art: Arun V.C.

Mythes, afbeeldingen en een uit de Indiase oudheid overgeleverde verhandeling over het muziektheater geven een indruk hoe geliefd de fluit was. Zo weten we dat ze al lang als een volwaardig muziekinstrument werd ingezet. Naar gelang de streek wordt ze anders aangeduid, bijvoorbeeld als kuzhal in het Tamil (spreek uit als “kulal” of “kural”); en als bansuri in Noord-India. In gedichten, liederen, dans en film komen ook benamingen voor als venu en murali, waarmee gelijk wordt verwezen naar Krishna, de herder en fluitspeler “met de donkere huid”.

De vroege Tamil en Sanskrit dichtkunst beschrijft het ontstaan van de eerste fluit, zonder toedoen van de mens: doordat zwarte hommels hun nesten bouwen in bamboebossen laten ze gaten achter in de stengels. Die gaten komen in grootte overeen met de blaas- en vingeropeningen van de huidige bamboe dwarsfluit. De wind zorgt dan voor het laten klinken van natuurlijke tonen. Ook het melodieuze gezang van vogels in al zijn nuances vormt een inspiratiebron voor de nauw met de natuur verbonden mens. Dit alles bevordert een muzikale symbiose die op veel plaatsen steeds opnieuw ontstaat.

Het verrast daarom niet dat Pannalal Ghosh, de pionier van de Hindoestaanse fluitmuziek, in zijn jeugd werd beïnvloed door tribale musici van het noord-oostelijke Santal-volk.

Bij Rabindranath Tagore (1861-1941), die te midden van Santal-dorpen zijn wereldberoemde school Santiniketan stichtte, komen we het ‘Oneindige Wezen’ tegen als fluitspeler: de ‘muziek van de schoonheid en de liefde’ lokt ons weg uit onze egocentrische beperking.*

Hier plaatst zich de dichter, pedagoog en invloedrijke geleerde in een lange traditie, die barrières van taal en godsdienst wil overwinnen met hulp van de muziek. Zo laat Tagore ons de rol van de bamboefluit voelen als het meest ‘democratische’ van alle muziekinstrumenten.

* Bron: ‘Meine Erinnerungen an Einstein’ (1931)
in Das Goldene Boot, Winkler Weltliteratur, Blaue Reihe (2005)

L Pesch fluteLudwig Pesch specialiseerde zich op de Zuid-Indiase bamboe dwarsfluit, toen hij studeerde bij Ramachandra Shastry aan de Kalakshetra kunstacademie in Chennai. Samen met zijn leraar gaf hij concerten bij talrijke gelegenheden.

In samenwerking met twee universiteiten ontwikkelde hij E-learning cursussen (www.carnaticstudent.org). Hij schreef het handboek The Oxford Illustrated Companion to South Indian Classical Music. Voor pedagogisch gebruik in workshops en in de dagelijkse schoolomgeving ontwikkelt hij programma’s die elementen uit de Indiase muziek toegankelijk en toepasbaar maken.

Nederlandse vertaling: Mieke Beumer

Die Bambusquerflöte

Flute_Arun_sculpture_Arun_300webText: Ludwig Pesch | Art: Arun V.C.

Mythen, Abbildungen und eine Abhandlung über das Musiktheater aus der indischen Antike vermitteln einen Eindruck von der Beliebtheit der Flöte. So wissen wir, dass sie schon lange als vollwertiges Musikinstrument eingesetzt wird. Je nach Region wird sie anders bezeichnet, beispielsweise als Kuzhal im tamilischen Süden (“zh” wie englisches “r” in “write”); und als Bānsurī im Norden Indiens. In Gedichten, Liedern, Tänzen und Filmen finden sich auch Bezeichnungen wie Vēnu und Muralī, womit zugleich auf Krishna, den ‘dunkelhäutigen’ Hirten und Flötenspieler, verwiesen wird.

Manche Sanskrit- und Tamil-Dichtungen legen eine Symbiose nahe, die wohl immer wieder aufs Neue entsteht: sie erzählen von Hummeln, die ihre Nester im Bambusdickicht bauen. Der Bergwind bringt später die Halme zum Klingen, einer Äolsharfe gleich, zur Freude himmlischer Wesen. Interessanterweise entsprechen solche Löcher tatsächlich denen heutiger Bambusflöten.

Die fein abgestuften Melodien vieler Vogelarten inspirieren naturverbundene Menschen zum Verfeinern ihres Flötenspiels.

So überrascht es kaum, dass Pannalal Ghosh, der Pionier der hindustanischen Flötenmusik, in seiner Jugend von Musikern des nordöstlichen Santal-Volks beeinflusst wurde.

Bei Rabindranath Tagore (1861-1941), dessen Santiniketan genannte Schule inmitten von Santal-Dörfern liegt, begegnen wir dem Unendlichen Wesen als Flötenspieler: Die ‘Musik der Schönheit und Liebe’ lockt uns aus der selbstbezogenen Beschränkung heraus.*

Hier stellt sich der Dichter, Pädagoge und einflussreiche Gelehrte in eine lange Tradition, die sprachliche und religiöse Barrieren mit Hilfe der Musik zu überwinden sucht. So lässt er uns die Rolle der Bambusflöte als “demokratischstes” aller Musikinstrumente erahnen.

* Quelle: ‘Meine Erinnerungen an Einstein’ (1931)
in Das Goldene Boot, Winkler Weltliteratur, Blaue Reihe (2005)

L Pesch fluteLudwig Pesch spezialisierte sich auf die südindische Bambusquerflöte, als er am  Kalakshetra College bei Ramachandra Shastry studierte. Gemeinsam mit ihm konzertierte er bei zahlreichen Anlässen. Für deutsche Universitäten entwickelte er e-Learning Kursangebote für Teilnehmer aus der ganzen Welt.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern (HKB) erforschte er den gemeinsamen Nenner, welcher der Lehr-, Aufführungs- und Interpretationspraxis Südindiens zugrunde liegt: Sam, Sammlung, Zusammen! Stimmen und Hände im Umfeld des traditionellen indischen (Tanz-) Theaters.

Er hat ein Handbuch verfasst (The Oxford Illustrated Companion to South Indian Classical Music) und arbeitet an Programmen, die Elemente aus der indischen Musik dem pädagogischen Alltag erschließen.